Es freut mich sehr, dass du an zwei Tagen hintereinander so um 9:30 Uhr morgens an mich denkst und dies durch deinen Anruf zum Ausdruck bringst. Allerdings ist es besonders ungünstig, wenn ich genau zur selben Zeit schon in meinem gemütlichen Reinraumanzug stecke (wie z.B. gestern) oder mein Netzempfang nachdem ich die grüne Handytaste betätige und mit einem freudigen “Hallo!?” versuche deinen Anruf entgegenzunehmen sich komplett verabschiedet. Noch ungünstiger ist es, wenn du obendrein noch deine Nummer versteckst und nicht z.B. 5 oder 10 Minuten später wieder anrufst. Glaub mir, es wäre letztenendes für alle besser, wenn meine extremst blühende Phantasie dadurch nicht angekurbelt werden würde.

Bist du etwa die nette Cafeteriaverkäuferin von neulich? Wurde der russische Geheimdienst auf mich gehetzt? Oder hast du etwa meinen verlorenen Lieblingshandschuh, der seit 3 Wochen mit Herrn Julius Schirm Runden in der Ringbahn dreht, wieder gefunden und möchtest ihn mit seinem konsistenzmäßig identischen vertikal gespiegelten Brüderchen wieder zusammenbringen, damit es nicht mehr weinen muss?

Jedenfalls wollte dich bitten, mich möglichst Morgen nicht wieder um dieselbe Zeit anzurufen, da ich dann mit 99,99%iger Wahrscheinlichkeit schlafen oder im Bad sein werde.

Viele Grüße,

dein rätselnder Bellerophon

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Hausmitteilungen 2

Verfasst von Bellerophon in Bellerophons Welt

In dieser späten (oder eher frühen Stunde) möchte ich als erstes die Mitleserschaft auf mein neues Countdown-Blogfeature in der rechten Spalte hinweisen. Dieses war seit letzter Woche schon installiert, befand sich allerdings in der Testphase.

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Seit ich im entfernten 2005 nach Berlin kam, wurde ich schon mal gefragt ob ich nicht Däne, Grieche, Tscheche, Slowake, Russe, Kasache, Österreicher oder Finne wäre. Die zwei letzen Vorschläge kamen in der letzten Woche hinzu. Interessanterweise hat es bislang keiner geschafft innerhalb von 3 Versuchen das Richtige zu tippen.

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Und zu guter Letzt ein kleiner Tipp: Versucht nie einem BWLer die umfassende Ingenieurswelt der Elektrotechnik zu erklären.

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Marktforschung der Superlative

Verfasst von Bellerophon in PGL-Ausland

Von wegen Männer sind sexbesessen!

Also ich könnte es mir nicht vorstellen Schokolade für irgendetwas auf der Welt aufzugeben :P

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Kleine Fragerunde

Verfasst von Bellerophon in Bellerophons Welt

Die Waschmaschine 2.0?Wieso trifft man in der U-Bahn Leute, die man eigentlich NIE WIEDER sehen wollte, und zwar gerade dann, wenn man total gestresst ist?

Warum entdeckt man einen gravierenden Fehler in ein Anschreiben erst nachdem man es 360 mal ausgedruckt, gefaltet und in frankierten Briefumschlägen versiegelt hat?

Wieso gibt es in großen Teilen von Spandowien keinen blubbernden Sauerstoff-Empfang?

Und zu guter letzt die wohl wichtigste Frage von allen:

Werden sich die Waschmaschinen der Zukunft mit uns unterhalten können?

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Liebes Webtagebüschlein,

Verfasst von Bellerophon in Bellerophons Welt

Me’n Wochenende woar sehr ufregend. Ick’abe viel über Kosten- und Erlöse/Leistungen, Aufwand und Erträge, Ausgaben und Einnahmen sowie Ein- und Auszahlungen jelernt. Mir wurde vorjeworfen, ick’ätte net in den BWL-Vorlesungen ufjepasst. Denn wurde ick janz janz traurisch. Weil icke eigentlich nur’n Opfer’nes Quasselottentats woar!

Denn’abe ick janz janz viel jelernt und dann habe ick versucht die Welt’nes armen osteuropääschen Studenten zu retten. Leider habe ick net viel erreichen können.

So, liebes Webtagebüschlein, ick muss jetzt janz janz schnell weiter lernen! Bis denne!

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Her(t)zliche Nettigkeiten

Verfasst von Bellerophon in Bellerophons Welt

Wer kennt ihn noch? Den Herrn Heinrich, der der Einheit der Frequenz ihren Namen gab. Die Mitarbeiter einer nach ihm benannten Forschungseinrichtung zeichnen sich durch ihre besonders freundliche und umgängliche Art aus. Es sind Leute, die ein Bewerbungsgespräch nicht von einer mündlichen Allgemeinprüfung in Hochfrequenztechnik, Halbleitertechnologien, Messtechnik und was auch immer noch die Elektrotechnik abdeckt unterscheiden können. Leute, für die die heutigen Studenten (Zitat) zu den “Pisa-Opfer-Generationen” gehören.

Das amüsante Event findet natürlich in der passenden Konstellation statt - alle 4 fachkompetenten “Gutachter” nebeneinandergereiht in einer Entfernung von 3 bis 4 Meter von dem “Prüfling”, der natürlich alleine gegenüber sitzt. Das Laptop - aufgeklappt, mit der Maus wird wild umhergeklickt. Bloß nicht den Bewerber anschauen - der ist doch meiner Zeit nicht wert!

Das Runtermachen - schon längst zu einer bis zur Perfektion erprobten Disziplin geworden - muss natürlich zum Einsatz kommen. Die Muskeln der Mundpartie, die den Eindruck eines verkrampften bösartigen Grinsens vermitteln, erlauben es den durch die Stimmbänder erzeugten mechanischen Schwingungen sich in dem umgebenden Raum auszubreiten bis sie durch das biologische Sensorsystem des Bewerbers als gehörigen Abschluss der reizenden Begegnung am frühen Nachmittag verarbeitet und durch das Gehirn rekonstruiert und interpretiert werden können: “Also sie passen gar nicht. Und überhaupt, wir haben jetzt genug Bewerbungen… Probieren Sie es wo anders! Irgendwo brauchen sie bestimmt jemanden, der sich gut darstellen kann.” Danke für den Tipp!

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