Den neuesten demografischen Berichten zur Folge gehöre ich einem vom Aussterben bedrohten Volk an. Im Jahr 2003 lebten genau so viele Bulgaren, wie im Jahre 1961. Angesichts dieser kniffligen Situation, halte ich es für unerlässlich nun einen kurzen Exkurs in bulgarischer Geschichte zu bieten. Damit die Welt nach uns nicht vergisst, wer einem berühmten Luxushersteller den Namen gab.
Nachdem meine Martenizi fast 4 Wochen lang postalisch unterwegs gewesen sind, sind sie Mitte letzter Woche endlich angekommen. Leider nützt ein Aufsetzen nichts mehr, da die ersten Bäume schon blühen. Erläuterung: Die Tradition verlangt, dass die Martenizi am 1. März aufgesetzt werden und erst dann abgelegt werden, wenn man einen Storch sieht (woraufhin man die Marteniza unter einem Stein ablegen muss) oder einen blühenden Baum (an dessen Zweig man die Marteniza anbindet).
Ich verkünde hiermit den Anfang des Monats März und damit des hoffentlich bald kommenden Frühlings! Seid mir alle das ganze Jahr über gesund und munter und vergesst Morgen nicht eure Martenizi aufzusetzen!
Am heutigen sonnigen Freitagmorgen folgen zwei weitere sehr schöne Lieder aus meiner Heimatregion. Einmal ein bissl Rock:
und dann noch ein bisschen Retro…
Und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken nächste Woche ein “Orientalspecial” zu posten ![]()
Oftmals musste ich von Leuten hierzulande hören, Musik sei doch in allen Balkanländern ähnlich der Migrantenmusik, die man ständig von modernsten Funkfernalleskönnern in der S-Bahn zu hören kriegt. Diese Aussage ist allerdings so nicht ganz richtig.
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Hätte man bloß Ende 2006 Immobilien in Bulgarien gekauft…
- Herr Bellerophon ist gestern abend (24.12.) um 20:07 nach einer mehr als 24-stündigen Flugodyssee endlich am Festtagstisch angekommen (die geplante Ankunftszeit war der 23.12. um 11:45 örtlicher Zeit). Eine detaillierte Fassung der Geschichte folgt in den nächsten Tagen.
- Herrn Bellerophons Gravitationsfeld ist seit gestern Abend wieder gestiegen (zur Erinnerung - die Stärke des Gravitationsfeldes ist proportional zur Masse).
- Die Metro-boy-Kultur ist in Bulgarien in erheblichen Maßen gestiegen. Mittlerweile müsste sich das Umweltministerium Sorgen um die durch das Flattern entstehenden Luftwirbel machen.
- Das Bellerophonsche Außenamt wünscht euch allen frohe Weihnachten, ein gesundes, glückliches und mit Liebe erfülltes neues Jahr und ganz viele Geschenke!
Als Vorbereitung für den kommenden Besuch meiner Heimat habe ich ein wenig nachrecherchiert, was da so gerade passiert. Denn ich gehöre scheinbar zu den einigen wenigen Bulgaren im Ausland, die KEIN bulgarisches Fernsehen und KEIN bulgarisches Radio übers Internet gucken bzw. hören. Darf ich mich damit offiziell als ein möchtegern “Integrant” bezeichnen? Zurück zum Thema.
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