Die Kombination aus nicht ausgeschlafen sein und einer anstrengenden universitären Tätigkeit am frühen morgen sind durchaus nicht den Umgang mit anderen Menschen fördernde Umstände. Wenn die besagten Individuen zudem auch noch durch diverse Reaktionen (die Ich-weiss-sowieso-alles-besser-Einstellung und bin so gut, dass ich selbst den Tutor nicht zu Wort kommen lasse) provozierend wirken, dann kommt ein Herr Bellerophon zum Vorschein, den manch einer nie für möglich gehalten hätte. Es ist ein wortgewandtes, stures und bis zum bitteren Ende ehrliches Geschöpf. So ehrlich, dass es eben die Wahrheiten über die Anderen, die es sonst nie so direkt und schmerzvoll treffsicher zum Ausdruck gebracht hätte, dem gegenüber mitteilt. Schön in einem Nebensatz verpackt, konzentriert in ein bis zwei äußerst präzise Wörter. Und mit einem kalten spöttischen Grinsen im Gesicht, das den anderen einfach in den Wahnsinn treibt.
3 Kommentare zu “Das Problem mit der Wahrheit”
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Oha! Lebt das Gegenüber noch?
Keine Antwort ist auch eine Antwort…
in studivz gibt es da eine entsprechende Gruppe: “andere nennen es unfreundlich, ich nenne es direkt”