Als Vorbereitung für den kommenden Besuch meiner Heimat habe ich ein wenig nachrecherchiert, was da so gerade passiert. Denn ich gehöre scheinbar zu den einigen wenigen Bulgaren im Ausland, die KEIN bulgarisches Fernsehen und KEIN bulgarisches Radio übers Internet gucken bzw. hören. Darf ich mich damit offiziell als ein möchtegern “Integrant” bezeichnen? Zurück zum Thema.
Tja, mit Ausnahme von den üblichen Schmiergeldskandalen, der Einführung der niedrigsten Flat-Tax der EU (10%) und die Diskussion darüber, woran es liegt, dass Bulgarien nun offiziell das ärmste Land der EU ist (ja, die Rumänen sind jetzt besser dran) ist nicht viel los. Andere Schlagzeilen behandeln seit langem bekannte Probleme, wie der verbreitete Organhandel, der “Ausfluss” von qualifizierten Arbeitskräften nach Westeuropa, USA oder wo auch immer und die schlechte Infrastruktur, vor allem in der Hauptstadt.
Beim Stöbern bin ich des weiteren auf die Auswertung einer Befragung gestoßen, die die Einstellung der Bulgaren bezüglich Homosexualität behandelt. Welch Überraschung - laut der Studie haben 80% der Befragten eine negative Einstellung gegenüber Homos. Gerade mal 17% geben zu, dass sie in ihrer Freizeit bereit wären mit einem Schwulen was zu unternehmen. 50% der Interviewten würden “mit solchen Menschen” nicht einmal in dem gleichen Zimmer arbeiten wollen.
Schlussfolgerungen/Beschlüsse:
- ca. 17% der Befragten sind schwul
- Ich fange gleich an an einen zukünftigen bulgarischen Bestseller zu arbeiten mit dem Titel: “Nie wieder Flattern - Der schnelle Guide zum Hetero” ![]()


Achja, Heteros und Umfragen zum Thema Homosexualität. Bei manchen bin ich mir sicher das sie die Frage “Würden Sie die gleiche Luft wie Schwule atmen?” mit nein beantworten würden. Egal. Links liegen lassen.
In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten! Kommense mir fröhlich zurück!
Jaaa. Ich als Berliner Pflanze in einer Stadt groß geworden, die schon lange vor lustigen Bürgermeistern überverhältnissmäßig locker mit Homosexuellen umgegangen bin, kann immer nur staunen wie schwer es die Jungs u. Mädels, die nun mal ihresgleichen lieber haben im Jahr 2007 noch haben. Offensichtlich muss man dazu nicht nach Bulgarien fahren, das fängt schon relativ kurz hinter der Stadtgrenzer an.
Aber auf den Guide bin ich gespannt. Wahrscheinlich kaufen den deutlich mehr als nur 17 %. ,-)
Bon voyage!
Mal ne ganz andere Frage: Wie schaut’s denn wettermäßig in Sofia aus? Gibt’s Schnee (Ihre neue »Hintergrundbeflockung« wirft in mir gerade diese Frage auf)?
Laut dem Wetterbericht des Bulgarischen Nationalen Instituts für Meteorologie ist es in Sofia gerade neblig bei -4 Grad. Zu einem Live-Bericht werde ich erst morgen Abend fähig sein (falls der Flieger nicht wie üblig 2-4 Stunden Verspätung hat). Und die Hintergrundbeflockung soll nur saisonalbedingt die Stimmung des Bloglesers anpassen.
Danke, Herr Spontiv! Ich wünsche Ihnen auch eine schöne Weihnachtszeit im Sächsischen!
Frau creezy, Sie übernehmen doch das Layout, oder? Jetzt muss nur noch das Konzept ausreifen